04. Juli 2013 – Bundestagskandidatinnen stehen den Verdi-Frauen Rede und Antwort

VerdiGemeinsam mit Nicole Gohlke von der Linken, Ruth Hohenadl von der FDP, Claudia Tausend von der SPD und Mechthilde Wittmann von der CSU habe ich über verschiedenste Aspekte von „Frauen in der Arbeitswelt“ diskutiert. Unter anderem haben wir über Armut im Alter, über prekäre Beschäftigung oder auch Chancengleichheit gesprochen.

„Ich habe mich sehr über die Gelegenheit gefreut, mit den Verdi-Frauen und den anderen Kandidatinnen meine Sicht der Dinge zu diskutieren. Ich möchte, dass Jede und Jeder die gleichen, gerechten Chancen auf ein auskömmliches Leben bekommt – egal ob Frau oder Mann. Wir wissen alle, dass wir diesen idealen Zustand noch nicht erreicht haben. Deshalb setze ich mich für frauen- und gleichstellungspolitische Belange ein. Und ich hoffe sehr, dass auch in der nächsten grünen Bundestagsfraktion tun zu können.
Ich möchte das aktuelle System nicht einfach umdrehen und hinter jede erfolgreiche Frau einen Hausmann stellen. Ich möchte, dass wir genau hinsehen, wer bei uns eigentlich was genau braucht.

Ente VerdiIch bin der Meinung, dass auch Frauen über den gesamten Lebensverlauf eine eigenständige finanzielle Absicherung haben müssen und im Alter eine menschenwürdige Rente.
Das geht los mit der Berufswahl, mit der schon der Grundstein für einen erfolgreichen Berufsweg gelegt wird. Von einem flächendeckenden Mindestlohn würden Frauen ganz besonders profitieren und selbstverständlich könnten sie damit von ihrer Arbeit viel besser leben. Equal Pay muss Wirklichkeit werden, wir müssen die ungleiche Bezahlung  endlich überwinden. Dabei unterstütze ich die Forderung des DGB, dass bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen die Erfüllung sozialer Kriterien, wie z.B. Gleichstellung, vorausgesetzt werden sollen. Wir möchten die Minijobs eindämmen und das „opt out“ zu den Rentenbeiträgen abschaffen. Aber noch besser natürlich wäre, wenn Frauen nicht in Minijobs verharren würden. Ich weiß, dass da auch bei vielen Frauen noch Überzeugungsarbeit notwendig ist. 2/3 der erwerbstätigen Frauen üben nur einen Minijob aus, das reicht nicht. Wir müssen ein Bewußtsein dafür schaffen, dass damit keine Rente zu erwirtschaften ist, dass auch Frauen sich langfristig selbst absichern müssen. Aktuell haben wir noch kein Problem mit Altersarmut, aber jede 10. erwerbstätige Frau muss heute aufstocken. Diesem Problem müssen wir uns stellen, denn kein Mensch, der lange Jahre gearbeitet hat, sollte im Alter von einer Grundsicherung auf Hartz IV-Niveau leben müssen. Wir streben eine Garantierente in Höhe von 850,- Euro an, deren Voraussetzungen auch Frauen erfüllen können und die dazu noch ein Einstieg für eine Absicherung für Frauen ist, deren Kinder vor 1992 geboren sind.“

Mit diesem „Ritt“ durch ein Berufsleben, bei dem ich einige – mir wichtige – Aspekte angesprochen habe, habe ich mich an dem Abend vorgestellt.

 

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