06. September 2014 – Bericht 2. Teil – Sitzungsfreie Zeit

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mit Barbara Lochbihler (rechts) und Christina Stober, meine Nachfolgerin im Büro von Barbara

Ich möchte mich vor Ort und mit allen politischen Ebenen vernetzen, so habe ich mich mit unserer Fraktionsvorsitzenden im Münchner Stadtrat, Gülseren Demirel, getroffen. Ein interessantes Gespräch über den Neustart der Fraktion in der Opposition und in neuer Zusammensetzung. Aber wir haben auch Pläne gemacht. Ich habe Kolleginnen und Kollegen aus dem Stadtrat zu einem Austausch zum Thema ‚demografische Entwicklung‘ eingeladen, um zu hören, was in München, das starken Zuzug erlebt und unter Extrem-Mieten leidet, zu diesem Thema debattiert und wie reagiert wird. Und natürlich ist es mir ein Anliegen zu berichten, wie ich mich in Berlin als demografiepolitische Sprecherin auf den Weg gemacht habe, mit den FachpolitikerInnen eine grüne Demografiestrategie zu erarbeiten. Getroffen habe ich mich auch mit Barbara Lochbihler, meiner früheren Chefin und Mitglied im Europaparlament.
Wir haben uns gegenseitig auf den neusten Stand unserer Aktivitäten gebracht und daraus hat sich ergeben, dass ich im Dezember mit Barbara zur Bundeswehr Uni gehe. Sie wird dort einen Vortrag über ‚Drohnen‘ halten und ich bin eingeladen, die Position der grünen Bundestagsfraktion vorzutragen.

Tölz mit Anna

mit Anna Hanusch, münchner Stadträtin und Vorsitzende BA Neuhausen-Nymphenburg

Ein kurzer Ausflug nach Paris, strahlender Sonnenschein, mit dem Fahrrad quer durch, gut gegessen und getrunken, rundherum ein Genuss! Aber auch unruhig. Es hat eine ‚Anti-Gaza-Demo‘ mit gewalttätigen Ausschreitungen gegeben und das komplette Marais war abgeriegelt.
Riesig gefreut hat mich die Einladung zum 1. Gay Pride Weekend in Bad Tölz. Gemeinsam mit einigen grünen Münchnerinnen und Münchnern sind wir gemeinsam hingefahren und haben einen wunderbaren Tag verlebt. Es waren viel, viel mehr Leute gekommen, als wir erwartet hatten und die Atmosphäre war wunderbar entspannt. Ein kräftiger Regenschauer hat zwar dazu geführt, dass alle Zelte etwas vorzeitig in Windeseile abgebaut wurden, aber ansonsten hat sich niemand davon stören lassen. Besonders stolz bin ich darauf, dass ausgerechnet ein Zitat aus meinem Grußwort zur Überschrift eines Artikels auf Merkur-Online geworden ist. ‚Es gibt keine Liebe 2. Klasse‘. Nicht das erste Mal, aber immer wieder gerne, war ich auch beim Münchner CSD dabei. Die Stimmung auf unserem Wagen war großartig und die Sonne hat mit uns allen um die Wette gestrahlt. 
20140721_BW_SanAk 008Verteidigungsministerin von der Leyen hat im Rahmen ihrer Sommertour auch die Sanitätsakademie der Bundeswehr in München besucht und als Mitglied im Verteidigungsausschuss und örtliche Wahlkreisabgeordnete war ich eingeladen, an diesem Besuch teilzunehmen. U.a. werden dort die ÄrztInnen der Bundeswehr zu NotfallmedizinerInnen ausgebildet. Dieser Lehrgang stand im Mittelpunkt des Besuchs. An verschiedenen Stationen wurde die Ausbildung praktisch vorgeführt. Auch die Eltern-Kind-Zimmer für die Teilnehmenden der Lehrgänge haben wir in Augenschein genommen. Ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich hat es noch eine große Diskussionsrunde mit Soldatinnen, Soldaten und zivilen MitarbeiterInnen gegeben. Besonders kritisch wurde die Ausstattung der Lehrräume angemerkt. Extrem schlecht belüftet und die technische Ausstattung läßt auch sehr zu wünschen übrig.
Ich habe noch viele einzelne Gespräche geführt. Besonders in Erinnerung ist mir ein Treffen mit einer grünen Kollegin geblieben, die sich um eine super-spannende Stelle in Brüssel beworben hatte und gerade auf das ‚letzte‘ OK wartete, um den Umzug vorzubereiten. Ich drücke ihr ganz fest die Daumen. Nicht ganz uneigennützig, denn möglicherweise hätten wir dann auch beruflich miteinander zu tun. 
Besonders berührt hat mich ein Besuch in Pongau, Österreich, bei der Ferienfreizeit für Ponau 4 mit Kindern u  Frau Jung_kleinbehinderte Kinder von Soldatinnen und Soldaten. Das Bundeswehr Sozialwerk organisiert diese dreiwöchige Freizeit schon seit vielen Jahren. Einmal im Jahr haben die Eltern so die Möglichkeit ein Wochen auszuspannen und die Kinder erleben mit einer 1:1 Betreuung Ferien fast wie alle Anderen auch. Wir haben glückliche und zufriedene Kinder und Jugendliche erlebt, teils leicht behindert, aber teils auch schwer mehrfach behindert, die unter Anleitung (alkoholfreie) Cocktails gemixt haben, sich Blumentattoos auf die Gesichter malen ließen und Waffeln gebacken haben. All das hat meine Entscheidung, Mitglied im Bundeswehr Sozialwerk zu werden, bestätigt. An dieser Stelle noch einmal große Anerkennung für die SoldatInnen, die ehrenamtlich dort tätig sind und eigenen Urlaub dafür aufwenden.   
Über die nächsten Tage habe ich drei Truppenübungsplätze in Bayern besucht. Mit meinem Sitz im Verteidigungsausschuss habe ich die Berichterstattung für dieses Thema übernommen. 
Und last not least – zumindest für den Moment :-)  – habe ich Professor Dr. Werner Schneider getroffen, Soziologe an der Universität Augsburg, der mir das Projekt ‚FISnet – Flexible und individualisierte Netzwerke für präventive Gesundheitsdienstleistungen in der Region Augsburg/Schwaben‘ vorgestellt hat. Gemeinsam mit seinen KollegInnen waren sie damit die einzigen bayerischen Gewinner des Wettbewerbs ‚Gesundheits- und Dienstleistungsregion von morgen‘. FISnet entwickelt und erprobt modellhaft Dienstleistungsnetzwerke, die passgenaue Angebote zur Gesundheitsförderung für Menschen in der Erwerbs- und der Nach-Erwerbsphase bereitstellen. 
Und so starte ich jetzt nach der Sommerpause erfüllt von vielen neuen Eindrücken, spannenden Begegnungen und mit zahlreichen Plänen im Gepäck in mein zweites Jahr als Bundestagsabgeordnete. 

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