11. Januar 2015 – Pressemitteilung – Bundeswehr: Quote ja – aber für alle

© manu – Fotolia.com

© manu – Fotolia.com

Zur von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen geplanten Frauenquote für den Sanitätsdienst der Bundeswehr erklärte ich als Mitglied des Verteidigungsausschusses:

„Quote ja – aber für alle. Denn nicht nur im Sanitätsdienst, auch bei der Luftwaffe, dem Heer oder der Streitkräftebasis haben die Frauen ein Recht darauf, einen angemessenen Anteil der Führungspositionen zu besetzen. Eine Quote nur für den Sanitätsdienst wäre eine Benachteiligung der Soldatinnen in den anderen Bereichen der Bundeswehr. Jede Teilstreitkraft sollte ihre eigene angemessene Quote bekommen. Klar ist aber auch: Quoten allein bringen Frauen in der Bundeswehr nicht weiter.

Was die Soldatinnen vor allem brauchen, ist ein gerechteres Beurteilungs- und Beförderungssystem. Männliche Vorgesetzte dürfen nicht länger die Möglichkeit haben, die Leistungen von Soldatinnen kleinzureden. Die Bundeswehr muss die Anzahl der militärischen Gleichstellungsbeauftragten erhöhen. Die Frauenbeauftragten müssen unabhängiger von ihren Vorgesetzten werden. Und schließlich dürfen Kinder für Soldatinnen nicht länger das Karriereaus bedeuten. Die Ministerin muss dafür sorgen, dass die angekündigte Neuregelung der Teilzeitarbeit den Frauen in der Truppe tatsächlich ermöglicht, Kinder und Führungsverantwortung unter einen Hut zu bringen.

Die berühmte ‚gläserne Decke‘, an der weibliche Karrieren oft enden, besteht in der Bundeswehr aus Panzerglas. Nur ein Paket von Maßnahmen wird sie durchbrechen können.“

Die Pressemitteilung finden Sie auch auf der Seite der Bundestagsfraktion.

Share