11. September 2014 – „Meine Chance – ich starte durch“ – Gespräch mit Marina Kuttig

Schild demografischer Wandel - Jetzt handeln!

© bluedesign – Fotolia.com

Das Modellprojekt „Meine Chance – ich starte durch“ der Telekom ermöglicht benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung. Die Jugendlichen, die Probleme haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, starten mit den anderen Azubis und lernen gemeinsam mit ihnen. So wird auch Jugendlichen eine Chance gegeben, die schlechte Startbedingungen hatten. Ich habe mich mit Marina Kuttig, die die Abteilung Ausbildung leitet zu diesem Programm ausgetauscht.

Das 2009 gestartete Projekt, das zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit konzipiert wurde, laufe erfolgreich. Die jungen Menschen, deren Eltern Hartz IV beziehen oder im vergangenen Jahr keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, seien sehr motiviert. Sie hätten die Möglichkeit, direkt mit der Ausbildung zu starten statt Sonderschleifen oder Vorbereitungskurse zu absolvieren. Jährlich erhielten 100 Jugendliche eine Chance, bei deren Auswahl ihre Talente eine größere Rolle spielten als Noten und Zeugnisse. Für den Erfolg sei es wichtig, eine geeignetes Lernumfeld zu schaffen und motiviert zu sein. Das scheint zu funktionieren.

Bei den aktuellen demografischen Veränderungen gefällt es mir zu sehen, dass auch scheinbar Abgehängten eine Chance gegeben wird. Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, dass wir den Staat nicht aus der Pflicht entlassen dürfen, dafür zu sorgen, dass kein junger Mensch abgehängt wird und ohne abgeschlossene Ausbildung ins Leben startet. Der Fachkräftemangel wird dazu führen, dass wir auf allen Ebenen an kreativen Lösungen arbeiten müssen.

Daneben sprachen wir über die Altersstruktur des Unternehmens, die Besonderheiten eines ehemaligen Staatsbetriebes und Arbeitszeitkonten.

Share