11. September 2015 – Die Anti-Streber-Stipendien in Friedrichshafen

Die Zeppelin Universität in Friedrichshafen

© ZU/Ilja Mess

Meine feste Überzeugung ist: Die demografische Entwicklung verändert die Gesellschaft und wir gestalten diesen Wandel. Ein Mosaikstein ist ein neues Verständnis von Lebensläufen. Es wird immer seltener und auch schwieriger, mit einer Ausbildung in einem Unternehmen bis zur Rente durchzuarbeiten. Das ist aber nicht weiter schlimm, eröffnet es doch vielfältige Chancen der Neuorientierung und des ständigen Weiter- und Dazu-Lernens.

Auch wenn Risiken und Unsicherheiten nicht zu unterschätzen sind, habe ich es persönlich nie bereut, des Öfteren neue Wege einzuschlagen. Bevor ich Politikerin wurde, war ich auch Dolmetscherin, Betriebswirtin, Veranstaltungsmanagerin und Referentin für Frauenpolitik. Zudem habe ich in drei Ländern gelebt. Im meiner jetzigen Position setzte ich mich dafür ein, dass solche Richtungsänderungen und Neuorientierungen ermöglicht und wertgeschätzt werden und hinderliche Rahmenbedingungen beseitigt werden.

150911 Zeppelin Universitaet Friedrichshafen Stipendium Anderssein II

© ZU/Ilja Mess

Aus diesem Grund möchte ich euch heute die Anti-Streber-Stipendien der privaten Zeppelin-Universität Friedrichshafen vorstellen; offiziell heißen sie Diversitätsstipendien und fördern das Anderssein. So können jedes Semester zwölf Studierende mit einem ungewöhnlichen Lebensweg gefördert werden, d.h. ihnen werden die Studiengebühren erlassen. Angesprochen werden unter anderem Menschen, die ein Studium oder eine Ausbildung abgebrochen haben, die Pleite gegangen sind oder Kinder haben, die älter als 30 Jahre, zugewandert oder Legastheniker sind. Menschen mit besonderen Erfahrungen eben. Ich freue mich sehr über solche Initiativen und helfe gerne dabei, sie bekannter zu machen.

Hier gibt es weitere Informationen

zum Stipendium: zu.de/diversität

zum Bewerbungsformular: zu.de/kick-off und

zur Uni allgemein: zu.de

 

 

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