12. Mai 2014 – Mehr Flexibilität für eine attraktivere Bundeswehr

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Anlässlich der Einweihung der ersten Kinderkrippe der Bundeswehr durch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in München erklärt Doris Wagner, MdB, Mitglied im Verteidigungsausschuss, Bündnis 90/ Die GRÜNEN:

„Mit der Eröffnung der ersten Krippe in München geht die Bundeswehr einen konkreten Schritt in Richtung größerer Familienfreundlichkeit und damit auch in Richtung höherer Attraktivität. Bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten lassen sich aber nicht allein an Kinderkrippen festmachen.

Es geht auch um flexiblere Arbeitszeitmodelle und umfassende Fürsorge im Krankheits- oder Verletzungsfall. Aber ebenfalls ganz wesentlich für die Attraktivität der Bundeswehr sind die Umstände, unter denen SoldatInnen bei der Truppe Karriere machen können. So sollte es beispielsweise gut qualifizierten Unteroffizieren ermöglicht werden, in die Offizierslaufbahn zu wechseln.

Vor allem aber hat sich das bestehende System des Verwendungsaufbaus gründlich überholt. Statt die SoldatInnen in festgefügte Laufbahnen zu pressen, die sie weitgehend fremdbestimmt durchlaufen, sollten freie Dienstposten über ein Bewerbungssystem besetzt werden. So können die SoldatInnen je nach Lebenssituation selber entscheiden, ob sie bereit sind, für einen Karriereschritt über große Distanzen zwischen Wohn- und Dienstort zu pendeln – oder ob sie unter Verzicht auf eine Beförderung lieber an einem Standort bleiben wollen.

Die Ministerin hat mehrfach angekündigt, umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr vorlegen zu wollen und auch die bisherige Praxis der Laufbahnplanung auf den Prüfstand zu stellen. Sie sollte ihren Worten nun endlich auch Taten folgen lassen.“

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