14. Juli 2015 – Kleine Anfrage: Mehrgenerationenhäuser werden verwaltet statt gestaltet

© Sandor Kacso – fotolia.com

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Die Bundesregierung lügt sich in die eigene Tasche. Die Mehrgenerationenhäuser werden verwaltet anstatt mit ihnen Gesellschaft zu gestalten. War es zuerst das Ziel, in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Mehrgenerationenhäuser zu errichten, begnügt sich die Bundesregierung inzwischen damit, die bestehenden zu halten. Bisher nicht begünstigte Kreise dürfen sich leider keine Hoffnung machen.

In einer Kleinen Anfrage habe ich mich bei der Bundesregierung darüber erkundigt, wie es mit den Mehrgenerationenhäuser weitergehen soll. Erst Ende letzten Jahres wurde das auslaufende Aktionsprogramm gegen den Willen des Finanzministeriums verlängert. Die Zeit, die sich dadurch erkauft wurde, hat nicht gereicht. Den selben Trick muss das Familienministerium erneut anwenden, um sich mich den Ländern und Kommunen zu einigen, die einen Teil der Kosten übernehmen sollen. Bisher ist leider nur eine lasche Absichtserklärung dabei rum gekommen.

Aus der Antwort der Bundesregierung geht zudem hervor, dass sie ihrer eigenen Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung nicht traut. Diese sagt eindeutig, dass es bisher kein Haus geschafft hat, sich selbst zu finanzieren. Und es unter den aktuellen Voraussetzungen auch nicht schaffen wird. Aber auch das war immer das Ziel der Bundesregierung und daran hält sie auch noch weiter fest, ohne die Rahmenbedingungen zu ändern. Die Bundesregierung ist entweder beratungsresistent oder unbelehrbar.

Das ist schade für die Mehrgenerationenhäuser, die ganz überwiegend tolle Arbeit leisten und generationenübergreifende Aktivitäten anbieten. Sie hätten mehr Unterstützung durch die Bundesregierung verdient.

 

 

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