19. Oktober 2014 – Wahl zur Parteirätin

Parteirätinnen

mit Anna Schmidhuber, Henrike Hahn, Lisa Badum, Maria Kalin und Helga Stieglmeier – Foto: Wolfgang Schmidhuber – (CC) BY-SA

Der Parteirat der Bayerischen Grünen ist vergleichbar mit einem erweiterten Parteivorstand und ich freue mich sehr über die Wahl in dieses Gremium.

Hier meine Rede:

Liebe Freundinnen und Freunde,
die Zeit ist wie im Flug vergangen. Vor einem Jahr habt Ihr mich nach Berlin geschickt und heute bewerbe ich mich als Vertreterin der Landesgruppe für den bayerischen Parteirat. Ich möchte das grüne Band zwischen Bayern und Berlin, den Austausch zwischen Bund und Land mittragen und stärken.

Gerade der Parteirat sollte ein strategisches Gremium sein, das sich mit Zukunftsfragen befasst. Und eine wesentliche Zukunftsfrage ist,wie wir damit umgehen, dass sich die Altersstruktur unserer Gesellschaft verändert.

Schauen wir uns die demografische Entwicklung in Bayern an: Bayern ist ein sehr vielfältiges Land und die demografische Entwicklung hat in den Bezirken ganz unterschiedliche Ausprägungen. Oberfranken verliert in den nächsten 20 Jahren 8% seiner Einwohner, in Oberbayern dagegen nimmt die Bevölkerung um 10% zu. Als fachpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion beschäftige ich mich mit den Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Wir müssen uns damit beschäftigen, wie wir den weniger werdenden jungen Menschen eine Stimme geben. Wie wir Arbeitsmigration gestalten? Wie wir alt werden wollen. Um diese Fragen zu beantworten brauchen wir ein  Zusammenwirken von Bund und Land. Bundespolitik und Landespolitik müssen an einem Strang ziehen.Der Parteirat ist genau der richtige Ort dafür.

Abschließend noch etwas anderes, das mich umtreibt. Es gibt eine immer größere Zahl von Nicht-Wählern und Menschen, die sich radikalen Parteien wie der AfD zuwenden. Das möchte ich im Parteirat thematisieren. Wie gehen wir damit strategisch in Bayern um?
Es ist doch nicht zu fassen, da sollen am liebsten nur Akademikerinnen Kinder kriegen und drei sollen es sein. Da sollen gut verdienende Eltern mehr Kindergeld bekommen, als arme. Homophobie und Anti-Gleichstellung soll gesellschaftsfähig werden. Da sträuben sich mir die Nackenhaare.

Gerade da müssen wir sie stellen, wir dürfen nicht nachlassen, müssen immer wieder das Gespräch mit den Menschen suchen und geraderücken, was die AfD an widerlichen Ideen in die Welt setzt. Und da sage ich ganz klar: Ich stehe für eine Gesellschaft der Vielfalt, der individuellen Optionen und der Toleranz! Dafür trete ich ein!

Vielen Dank!

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