19. September 2014 – Besuchstag beim Münchner Mittelstand – Vielfältige Einblicke in spannende Unternehmen

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Anregende Gespräche führte ich mit Dr. Thomas Gambke, Christian Aubry und Petra Mühlbauer. (v. l.). Das gemeinsame Kochen und Essen war ein toller Rahmen hierfür. Regelmäßig gibt es bei Edenred auch Obsttage …

Drei spannende Unternehmen habe ich diese Woche in München besucht. Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen, dem Mittelstandsbeauftragten Thomas Gambke, war ich bei der Filiale der GLS-Bank, bei der Edenred GmbH, die anderen Unternehmen Motivationslösungen für Mitarbeiter, Kunden sowie Partner anbietet und der Dr. Schnell Chemie GmbH in meinem Wahlkreis, die hochwertige Reinigungsprodukte insbesondere für den Gewerbebereich herstellt.

Auftakt war das Gespräch bei der GLS-Bank, deren Kundin ich seit einiger Zeit bin. Die Genossenschaftsbank wurde dieses Jahr 40 Jahre alt und ist damit die älteste Nachhaltigkeitsbank in Deutschland. Mit dem Leiter der Münchner Filiale, Carsten Schmitz, tauschten wir uns über das Geschäftsfeld der Bank aus. Besonders fasziniert hat mich, dass die Bank ihren Anlagekunden anbietet, das Geld gezielt unter einem ökologischen oder sozialen Gesichtspunkt anzulegen, zum Beispiel für ökologischen Landbau, nachhaltige Wohnprojekte oder erneuerbare Energien. Problematische Geschäftsfelder wie Atomenergie, grüne Gentechnik und Kinderarbeit werden hingegen klar als Kreditprojekte ausgeschlossen – und alle Unternehmenskredite werden offengelegt. Mit diesem hohen Mitbestimmungs- und Transparenzanspruch lässt sich sicher auch erklären, warum die KundInnen der Bank sehr zufrieden sind und die GLS-Bank weiter neue gewinnt. Für mich als demografiepolitische Sprecherin besonders spannend war besonders die Finanzierung genossenschaftlicher Wohnprojekte, bei denen bereits heute an morgen gedacht wird. So sind barrierefreies Wohnen und Mehrgenerationenhäuser längst keine Fremdwörter mehr.

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… und Firmenfahrräder erleichtern den MitarbeiterInnen, schnell in der Stadt voranzukommen.

Das Unternehmen Edenred GmbH in der Nähe des Ostbahnhofs bietet individuelle Motivationslösungen für Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner anderer Unternehmen an. Staatlich geförderte Arbeitgeberzuwendungen in Form von Essensgutscheinen und Gutscheinkarten machen dabei den Hauptteil des Aufgabenfeldes aus. Edenred wurde 2014 in die Top 100 der besten Arbeitgeber Deutschlands aufgenommen und das sicherlich zurecht: Die Führungspositionen sind zu 50 Prozent mit Frauen besetzt, die Arbeitsplätze sind alters- bzw. gesundheitsgerecht eingerichtet, ein Spielzimmer für Kinder ermöglicht den Mitarbeitern, ihre Kinder mit zur Arbeit zu bringen und viele andere innovative Ideen wurden umgesetzt. Eine davon konnten wir live erleben: die Mitarbeiterküche und –kantine ist nicht etwa ein billiger Aufenthaltsraum, sondern eine gemütliche Wohnküche mit voller Ausstattung, in der regelmäßig reihum gekocht wird. Und so luden uns der Geschäftsführer Christian Aubry, die Leiterin der Personalabteilung Petra Mühlbauer und die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Barbara Gschwendtner-Mathe zum Viergänge-Menü ein. Beim gemeinsamen Kochen und Essen wurden weitere Innovationen und Ideen des Unternehmens erläutert.

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Reinigungs-, Desinfektions- und Hautpflegeprodukte stellt die Dr. Schnell GmbH her. Dr. Thomas Schnell (l.) und Dr. Wolfgang Schnell (r.) erklärten Thomas Gambke und mir den Produktions-und Abfüllprozess.

Das dritte Münchner Unternehmen, das ich gemeinsam mit Thomas Gambke besuchte, war die Dr. Schnell GmbH am Frankfurter Ring, also direkt in meinem Wahlkreis. Das Unternehmen stellt Reinigungs-, Desinfektions- und Hautpflegeprodukte für den gewerblichen Bereich her, zum Beispiel für Großküchen, Hotels und Krankenhäuser. Dabei stellt es sich erfolgreich der Konkurrenz großer Chemiekonzerne. Die Produkte sind mehrfach zertifiziert, zum Beispiel nach den anspruchsvollen EMAS-III-Kriterien. Über 270 Arbeitsplätze bietet das Unternehmen so, darunter auch viele für geringer qualifizierte Frauen aus dem Hasenbergl. Die beiden Geschäftsführern Dr. Wolfgang Schnell und sein Sohn Dr. Thomas Schnell machten deutlich, dass sie nicht beim modernen Produkt stehen bleiben, sondern mit der Tochterfirma Alegria auch ein praktisches Schulungsangebot anbieten. Hier wird großer Wert auf Arbeitsschutz und den schonenden Umgang mit Ressourcen gelegt – Werte, die gewissermaßen Teil der Unternehmensphilosophie sind.

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