2. Juli 2015 – Mein Blog-Beitrag für Ichmache>Politik

150702 IchmachePolitik

Scrennshot von http://ichmache-politik.de

Der Bundesjugendring (DBJR) begleitet mit seinem Blog Ichmache>Politik die Demografiestrategie der Bundesregierung. Gerade junge Menschen sind aufgerufen, sich mit ihren Ideen, Vorschlägen und Wünschen in die Debatte einzubringen. Der Blog bietet ihnen hierfür eine gute Möglichkeit.

Ich habe die Chance gerne wahrgenommen, meine Vorstellungen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen zu artikulieren und hoffe sehr, dass sich viele jungen Menschen beteiligen werden. Schließlich sind sie es, die in der Welt leben und sie gestalten, die wir ihnen zurücklassen.

Für den Blog habe ich folgenden Beitrag verfasst:

ExpertInnen in eigener Sache

Ich möchte euch jungen Menschen ermöglichen, eure Ideen umzusetzen. Denn ihr wisst am besten, was ihr braucht und wie ihr in Zukunft leben wollt. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass ihr an allen Entscheidungen beteiligt werdet, die euch betreffen. Ihr seid diejenigen, die die künftigen Renten bezahlen und die verschmutzen Meere reinigen. Daher ist wichtig, damit Politik und Gesellschaft verinnerlichen, dass die zukünftigen Generationen von den heutigen Entscheidungen betroffen sind. Der erste Schritt dazu ist, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen, damit ihr eure Beteiligung im Zweifel auch einklagen könnt.

Eines ist aber auch klar: Partizipation muss man lernen und am besten lernt man durch Selbermachen. SchülerInnenvertretungen leisten einen tollen und wichtigen Beitrag dazu. Sie sollten Zeit und auch Geld bekommen, um ihre Projekte für die Schule und ihre MitschülerInnen anschieben zu können. Auch die Schulkultur gehört demokratisiert, zum Beispiel durch selbstverantworteten Unterricht. Und wenn ein neuer Jugendclub gebaut wird, der Schulhof oder der Dorfplatz umgestaltet werden, sollen Jugendliche selbstverständlich mitgestalten können.

Apropos Lernen: Auch Demokratie muss erlernt werden. Und das augenscheinlichste demokratische Recht ist das zu wählen. Ich plädiere dafür, das Wahlalter für alle Wahlen auf 16 Jahre zu senken. EinE mündigeR BürgerIn wird man nicht durch den Erwerb des Führerscheins, sondern durch Bildung und Interesse an Politik. Gerade weil unsere Gesellschaft immer älter wird, müsst ihr eure Wünsche artikulieren: Auch an der Wahlurne. Unsere Demokratie gerät in eine Schieflage, wenn vor allem die älteren Jahrgänge zur Wahl gehen: Wer kümmert sich um euch, die Jungen? Mit dem gesenkten Wahlalter wäre auch die Politik gezwungen, eure Interessen als potentiellen WählerInnen zu vertreten. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch dadurch für Politik begeistert.

 

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