21. Oktober 2014 – Besuch beim Verein für internationale Jugendarbeit (vij)

imageDer Verein für Internationale Jugendarbeit bietet in München, zentral in meinem Wahlkreis gelegen, mit dem Jugendtreff ClubIn und einer Beratungsstelle für AuPairs eine Anlaufstelle für junge Menschen aus der ganzen Welt. Mit dem Marie-Luise-Schattenmann-Haus gibt es dort zudem ein Angebot für Mädchen in schwierigen Lebenssituationen, in Wohngruppen aber auch in Einzelwohnungen mit verschiedenen Betreuungsangeboten.

Bei meinem Besuch stellten mir der Vereinsvorstand
Dr. Eberhard von Treuberg, der zugleich Leiter des Marie-Luise-Schattenmann-Hauses ist, sowie Era Bravo von der AuPair-Beratung, Ulrike Stempfle vom ClubIn und Melanie Wiegand, die beim vij für die Finanzverwaltung zuständig ist, ausführlich die unterschiedlichen Projekte und Arbeitsfelder des Vereins vor.

Ein besonders spannendes Gesprächsthema waren die Veränderungen im Publikum des Vereins über den Lauf der Zeit. Während vor einigen Jahren beispielsweise noch viele Jugendliche aus Portugal, anderen damaligen EU-Staaten oder auch Polen kamen, hat sich das Publikum in den letzten zehn Jahren und vor allem nach Beitritt Polens zum Schengenraum stark gewandelt. Inzwischen kommen die Jugendlichen, die als AuPairs nach Deutschland kommen und die Angebote des vij wahrnehmen vor allem aus Russland, der Ukraine, aus Nepal oder auch China.

Ein Problem, das bei der Arbeit der AuPair-Beratung und des ClubIn, fast täglich aufschlägt, ist, dass es inzwischen eine Vielzahl von AuPair-Vermittlungsstellen gibt, die via Internet Stellen vermitteln, aber keine wirklich sicheren Garantien für die AuPairs anbieten. So ‚landen‘ die jungen – meistens – Frauen oft in Familien, die die Bedingungen für einen guten Aufenthalt in Deutschland nicht gewährleisten können. Zwar gibt es ein Gütesiegel, das den jugendlichen AuPairs garantiert, dass sie „in gute Hände“ geraten, dieses wird aber nicht ausreichend beworben, so dass den InteressentInnen meist gar nicht auffällt, dass sie eine Vermittlung ohne Gütesiegel nutzen. Gleichzeitig kostet das Gütesiegel für Einrichtungen wie den Verein für internationale Jugendarbeit viel Geld, das an anderer Stelle besser aufgehoben wäre. Hier sehe ich Regulierungsbedarf und werde das an geeigneter Stelle in meine Arbeit einfließen lassen

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