25. Juni 2014 – Demografische Entwicklung muss gestaltet werden

Demografischer Wandel

© DOC RABE Media – Fotolia.com

Die neueste Bevölkerungs-Vorausberechnung für Bayern zeigt weiterhin, dass Bayern vor deutlichen demografischen Veränderungen steht.
Innerhalb der kommenden 20 Jahre wird die Bevölkerungszahl zwar insgesamt leicht steigen, allerdings regional höchst unterschiedlich. So werden viele Landkreise im Norden Bayerns deutlich an Bevölkerung verlieren, allen voran Wunsiedel mit einem Rückgang um 18 Prozent. Andererseits werden viele andere Kreise auch deutliche Zugewinne verbuchen können. Im Landkreis München soll die Zahl der EinwohnerInnen um fast 16 Prozent steigen, in der Stadt um über 13 Prozent. In allen Regionen werden die Menschen älter und die Lebensformen und Bedürfnisse vielfältiger. Neu ist daran recht wenig, umso herausfordernder werden die Aufgaben trotzdem. Denn was bislang von der Staatsregierung unternommen wird, ist nicht viel. Ankündigungen wie die von CSU-Innenminister Herrmann, man werde die richtigen Schlüsse ziehen, hören wir seit Jahren; konkrete Veränderungen sind aber kaum spürbar. So erscheinen mir Behördenverlagerungen in den Norden Bayerns kaum geeignet, um dem demografischen Wandel zu bremsen.

Vielmehr müssen wir die Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen und aktiv gestalten. Dieser Auftrag muss aber bei den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger anfangen. Nach wie vor ist beispielsweise die mangelnde Breitbandversorgung, die schlechter werdende medizinische Versorgung und ein zu knappes Angebot an öffentlichen Nahverkehrsmitteln für viele Menschen ein Manko ländlicher Landkreise. Dies gilt es endlich anzupacken.

Share