27. August 2015 – Demografie fängt bei den Jungen an

150827 Doris Wagner Audi Ingolstadt Demografiecheck Fachkraeftemangel IngenieurinnenMein Besuch bei der Audi AG in Ingolstadt

Verschiedenste Handlungsfelder bearbeitet die Audi AG, um das Unternehmen demografiefest zu machen. Im Gespräch mit Dietmar Frassek (Leiter Personalpolitik), Dr. Brian Rampp (Leiter Politik) und Prof. Peter Tropschuh (Leiter Corporate Responsibility) konnte ich mich über die vielseitigen Bemühungen informieren und zugleich wertvolle Hinweise für meine Arbeit als Sprecherin für Demografiepolitik der Bundestagsfraktion mitnehmen.

Demografiecheck

So macht Audi regelmäßig einen Demografiecheck, um langfristige Veränderungen frühzeitig erkennen zu können. Die Berücksichtigung demografischer Entwicklungen fängt schon bei den Auszubildenden an: umfangreiche Patenprogramme sollen sicher stellen, dass sich junge Menschen schnell zurecht finden. Ältere können ihr Wissen und ihre Erfahrungen erfolgreich einbringen und gleichzeitig von anderen Werten und Arbeitsweisen jüngerer Beschäftigter profitieren.

Prävention

150827 Cappuccino Audi Ingolstadt Demografiecheck Fachkraeftemangel IngenieurinnenDer verlängerten Lebensarbeitszeit der MitarbeiterInnen wird durch gesundheitsschonende Arbeitsplätze und weitere Präventionsprogramme aktiv begegnet. Flexible Arbeitszeitmodelle tragen ferner dazu bei, dass die meisten MitarbeiterInnen bis zum regulären Renteneintritt im Unternehmen bleiben können. Dass dieser Weg erfolgreich ist, zeigen die Zahlen: das Unternehmen habe kaum Fluktuation und das Durchschnittsalter der MitarbeiterInnen sei mit 41 Jahren im Vergleich ziemlich niedrig. Auf der einen Seite werden junge Menschen eingestellt und auf der anderen Seite werden ältere Mitarbeiter erfolgreich im Unternehmen gehalten.

Fachkräfte und Ingenieurinnen

Auch hinsichtlich des Fachkräftemangels könne sich Audi kaum beklagen. So bekomme man jährlich über 100.000 Bewerbungen und könne Fachkräfte auch international rekrutieren. Allerdings wünsche man sich noch deutlich mehr Frauen in technischen Berufen. Nur rund 10 Prozent der IngenieurInnen seien momentan weiblich; dabei wünscht sich Audi alters- und geschlechtsgemischte Teams, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Entsprechend unterstütze man vielerlei Ansätze, um noch mehr Frauen für technische Berufe zu begeistern.

 

 

 

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