28. September 2016 – Mein Antrag: Partizipation und Teilhabe Älterer

160928-antrag-altenpartizipationAltern hat sich verändert. Wir leben heute nicht nur deutlich länger, wir sind auch gesünder und länger aktiv. Gleichzeitig werden die Älteren mehr. Wir stehen politisch und gesellschaftlich vor der Herausforderung, älteren Menschen Teilhabe, Partizipation und ein selbstbestimmtes Alter zu ermöglichen.

Wir sind die Partei der Generationengerechtigkeit. Und als Sprecherin für Demografiepolitik ist es mir wichtig, jedes Lebensalter und dessen besondere Bedarfe in den Blick zu nehmen. Nachdem wir uns zu Beginn der Wahlperiode um die Belange von Kinder und Jugendlichen gekümmert haben, nehmen wir den Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober zum Anlass, uns für deren Interessen stark zu machen.

Wir haben das Glück, dass das Alter heute so bunt und vielfältig ist wie noch nie. Leider findet dies nicht immer Ausdruck in den Altersbildern in unseren Köpfen, die oftmals von Defiziten geprägt sind. Das sollten wir ändern.

Antrag „Partizipation und Selbstbestimmung älterer Menschen stärken“

Daher fordern wir die Bundesregierung in unserem Antrag auf, eine Strategie des „aktiven Alterns“ zu entwickeln und umzusetzen. Diese sollte älteren Menschen Teilhabe, Partizipation und Selbstbestimmung ermöglichen. Voraussetzung dafür ist eine solide finanzielle Absicherung. Daher brauchen wir eine Garantierente, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und sichert.

Wenn wir uns die Lebenswelten älterer Menschen anschauen, werden weitere Herausforderungen deutlich:

  • Wohnung: Wir sollten den Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden oder in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Dafür bedarf es einem enormen Ausbau von barrierefreien Wohnungen. Z.B. sollte sich das KfW-Programm „Altersgerechtes Umbauen“ an den tatsächlichen Bedarfen orientieren.
  • Leben im Quartier: Ein Förderprogramm LIVE „Lotsen-, Informations- und Vernetzungsbüros“ könnte Angebote vor Ort bündeln, Bestehendes vernetzen und Neues anstoßen. LIVE wäre Ansprechpartner für altersgerechtes Wohnen, Weiterbildung, Engagement, Pflege und soziale Sicherung. Als Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Alter sorgt LIVE für mehr Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe im Wohnviertel.
  • Mobil auch ohne eigenes Auto: In Bussen und Bahnen müssen die Barrieren konsequenter abgebaut werden, um allen mobilitätseingeschränkten Menschen– sei es die Seniorin mit dem Rollator oder der Vater mit dem Kinderwagen – eine gute Fahrt zu ermöglichen. Ein ansprechendes ÖPNV-Angebot sollte darüber hinaus kombinierbar sein mit Bürgerbussen, Carsharing oder (elektrischen) Leihrädern.
  • Pflege: Die Kommunen kennen die Situation vor Ort am besten. Daher sollten auch sie stärker in die Organisation von Pflege und Gesundheit einbezogen werden. Wir sollten sie in die Lage versetzen, tragfähige Hilfenetze knüpfen zu können.
    Um als pflegebedürftiger Mensch weiterhin selbstbestimmt leben zu können, brauchen wir den Anspruch auf ein individuelles Fallmanagement und Wahlfreiheit von pflegerischen Dienstleistungen, um auf persönliche Wünsche und Bedürfnisse einzugehen.

Wir sind überzeugt: Generationengerechtigkeit geht nur gemeinsam. Wenn wir heute für ein gutes Miteinander der Generationen sorgen, wird unsere Zukunft enkeltauglich.

 

Den kompletten Antrag finden Sie hier.

Meine Rede zur grüne Strategie des aktiven Alterns finden Sie hier.

 

 

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