Für den 30. September 2015 – Jetzt anmelden! Fachgespräch zur Inneren Führung

© Thomas - Fotolia.com

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Die innere Führung in Zeiten der Einsatzarmee:
Staatsbürger in Uniform oder Experte für Kriegsführung?

„Der demokratische Diskurs ist ein Luxus, den sich ein militärischer Führer nicht leisten kann.“ Mit dieser These sorgte ein junger Offiziersanwärter zu Beginn dieses Jahres nicht nur bei den Lesern der Zeitschrift „Loyal“ für erschrockenes Erstaunen: Immerhin gehören der kritische Diskurs, politische Bildung und ethisches Bewusstsein der SoldatInnen zum Identitäts- und Markenkern der Bundeswehr. In bewusster Abgrenzung zur Wehrmacht soll die in den 1950er Jahren entwickelte „Innere Führung“ dazu beitragen, dass die Bundeswehr in innerer Struktur und äußerem Handeln den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verhaftet bleibt.

Doch mit seiner Kritik an der Inneren Führung steht der Offiziersanwärter keineswegs alleine da. Im Herbst 2014 veröffentlichte eine Gruppe Offiziersanwärter an der Universität der Bundeswehr in Hamburg eine Aufsatzsammlung, deren Texte zum Teil von einer tiefen Verachtung für die Werte und Organisationsprinzipien der liberalen Gesellschaft zeugen. Einige Autoren überraschen mit recht eigenwilligen Bewertungen historischer Fakten und Ereignisse, andere mit ausgeprägtem Elitenbewusstsein und starkem Traditionalismus.

Steckt die Bundeswehr 60 Jahre nach ihrer Gründung in einer Identitäts- und Sinnkrise? Inwieweit haben Auslandseinsätze der Bundeswehr das Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ und das Prinzip der Inneren Führung verändert? Wie repräsentativ sind die von den Hamburger Nachwuchsoffizieren veröffentlichten Meinungen und was bedeutet das für die Bundeswehr? Worin liegt die Unzufriedenheit der jungen SoldatInnen begründet? Und wie muss die Innere Führung angesichts der sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen der jüngsten Zeit weiterentwickelt werden?

Ich lade Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren!

 

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