6. Februar 2015 – „Arbeiten in der Zukunft. Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels“ – Diskussion im Wahlkreisbüro

150123 Einladung als BildDie demografische Entwicklung wird unsere Gesellschaft verändern, sie vor neue Herausforderungen stellen und noch ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Besonders die Wirtschaft wird sich in vielfältiger Weise an diese Veränderungen anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Uns stellt sich die Frage, wie Unternehmen mit immer weniger Fachkräften auskommen und welche Strategien sie hierfür entwickeln können. Welche Ressourcen könnten aktiviert werden? Welche Bedeutung werden zeitpolitische Überlegungen spielen? Welche Generationen treffen in der Arbeitswelt aufeinander und was sind deren Ansprüche und Werte? Welche Rolle spielen hierbei zugewanderte Menschen, Ältere und Frauen?

In meinen Eingangsstatement machte ich klar:

  • wir müssen und können den demografischen Wandel gestalten. Er eröffnet uns Möglichkeiten, die Wirtschaft ökologischer und die Arbeitswelt geschlechtergerechter zu machen. Gerade wir Grünen müssen auf diesen doppelten Mehrwert hinarbeiten.
  • wir müssen alle Potentiale aktivieren, d.h. Frauen und Ältere stärker einbinden, wir brauchen Zuwanderung und mehr Investitionen in (Aus-)Bildung und Forschung.
  • Arbeit muss zwischen Männern und Frauen besser aufgeteilt werden, die Vereinbarkeit muss weiter verbessert werden und über den Lebensverlauf hinweg muss es Möglichkeiten geben, das Arbeitsvolumen an die familiären und persönlichen Gegebenheiten anzupassen.
  • Arbeitsplätze müssen altersgerecht (um-)gestaltet und mehr Flexibilität beim Übergang in die Rente zulassen werden.
  • Auch in der Lebensmitte muss eine berufliche Neu- und Umorientierung möglich und gesellschaftlich anerkannt sein.
  • Auch das Alter ist bunt. Wir müssen anerkennen, dass wir auch im Alter sehr verschieden sind und dem Rechnung tragen, damit wir allen Älteren die richtigen Rahmenbedingungen bieten können.

Mit mir diskutierten
Prof. Lothar Abicht, Geschäftsführer des Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) gGmbH Halle, Autor des Buchs „2015 – So arbeiten wir in Zukunft“ und Vizepräsident des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) und

Simone Burger, Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende des DGB Kreisverbands München

Moderiert wurde die Veranstaltung von
René Leibold, Landesgeschäftsführer BWA Bayern, Geschäftsführer connect Neustadt

Im Anschluss an die sehr lebhafte Diskussion bei vollen Stuhlreihen ergaben sich noch interessante Gespräche bei einem Glas Wein und einer Brez’n.

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