09. April 2014 – Generationengerechtigkeit? Fehlanzeige!

Kind mit Schild fragt nach seiner Zukunft

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Doris Wagner im Basisbrief von Bündnis90/ Die Grünen in München:

„Wir werden in Deutschland in den kommenden Jahren deutliche demografische Veränderungen erleben. unsere Gesellschaft wird älter und das ArbeitnehmerInnenpotenzial nimmt ab. Umso wichtiger ist es, frühzeitig politische Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftigen Generationen dieselben Chancen zu geben, wie die heutigen. Am Beispiel der Rentenpolitik zeigt die Große Koalition nur zu deutlich, dass sie diesen Grundsatz nicht beherzigt. Statt künftig demografische Entwicklungen zu berücksichtigen, finanziert sie neue Leistungen wie die „Mütterente“ und die Rente mit 63 aus der Rentenkasse. Bis 2017 wird die Nachhaltigkeitsrücklage dadurch fast vollständig aufgebraucht. Zwangsläufig werden dann die Beiträge massiv ansteigen und/oder Renten werden kaum erhöht werden können. Der Generationenvertrag wird ausgehebelt, ohne die Baustellen des Rentensystems (z.B. Altersarmut, Rentenanspruch von Frauen) ernsthaft anzugehen. Besonders die heute junge und mittlere Generation wird dadurch Zusatzlasten schultern müssen, obwohl sie das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und RentnerInnen weiter zu ihren Ungunsten entwickeln. Dass die Bundesregierung die Kritik von nahezu allen Verbänden und der OECD in den Wind schlägt, ist unverantwortlich“

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