26. Januar 2016 – Pressemitteilung: Bundeswehr – Wir. Sind. Unattraktiv.

(Quelle: ZInFü/Hadzegova)

© ZInFü/Hadzegova

Zum heute veröffentlichten Jahresbericht 2015 des Wehrbeauftragten erkläre ich als grüne Berichterstatterin im Verteidigungsausschuss:

„Für all diejenigen, die in den letzten Wochen laut nach mehr Soldaten für die Bundeswehr gerufen haben, enthält dieser Wehrbericht eine klare Botschaft. Sie lautet: Träumt weiter!

Auch zwei Jahre nach Amtsantritt der Ministerin von der Leyen ist die Bundeswehr weit davon entfernt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein: Schon heute wird die angestrebte Personalstärke von 185 000 Soldatinnen und Soldaten nicht erreicht. Nach wie vor fehlt technisches und medizinisches Fachpersonal an allen Ecken und Enden. Weiterlesen

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5. November 2015 – Meine Rede zur Änderung des Bundesbesoldungsgesetzes

Doris Wagner

Foto: Foto-AG Gymnasium Melle – (CC) BY 3.0

Mehr Attraktivität gibt es nicht zum Nulltarif. Wer möchte, dass die Bundeswehr ihre Aufgaben vernünftig wahrnehmen kann, der darf nicht nur in Ausrüstung, sondern muss auch ins Personal investieren! In meiner Rede zur Änderung des Bundesbesoldungsgesetzes führe ich aus, dass die Chance, bestehende Missstände zu beheben, nicht optimal genutzt worden ist:

„Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, werte Kolleginnen und Kollegen,

manche Dinge gelingen im zweiten Anlauf ja besser als im ersten. Für den Versuch, die Bundeswehr zu einem attraktiveren Arbeitgeber zu machen, gilt dies leider nicht. Weiterlesen

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26. August 2015 – Attraktivitätsagenda berücksichtigt zivile Bundeswehrangehörige kaum

150826 Doris Wagner Wehrtechnische Dienststelle fuer Luftfahrzeuge und Luftfahrtgeraet der Bundeswehr ManchingErfahrungsbericht vom Besuch der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge in Manching

Viele spannende Eindrücke und einige Kritikpunkte an der Attraktivitätsagenda „Bundeswehr in Führung“ habe ich bei meinem Besuch der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr in Manching mitgenommen.

Die „WTD 61“, wie die Dienststelle kurz heißt, erprobt Luftfahrtgeräte der Bundeswehr. Mit rund 530 Dienstposten und vielen Auszubildenden werden Transport- und Kampfflugzeuge sowie Hubschrauber der Bundeswehr auf Herz und Nieren getestet, bevor diese in Einsätze gehen dürfen. Das findet hauptsächlich in Manching statt, aber auch an vielen Einsatzorten rund um den Globus. Weiterlesen

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21.-27. Juni 2015 – „Praktikum“ bei der Bundeswehr

imageIch hatte in der Vergangenheit praktisch keine Berührungspunkte zur Bundeswehr. Aber jetzt sitze ich seit 1,5 Jahren im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages und bin dort für meine Fraktion u.a. zuständig für die Attraktivitätsagenda und den Wehrbericht, also für die Bundeswehr als Arbeitgeberin. Und da man am besten versteht, was man einmal praktisch erlebt hat, habe ich an einer Informationswoche der Bundeswehr teilgenommen. Im Fachjargon: InfoDVag (Dienstliche Veranstaltung zur Information). Eine Woche lang konnte ich in der Jägerkaserne in Sonthofen persönlicheimage Eindrücke gewinnen vom alltäglichen Leben der Soldatinnen und Soldaten und dem Arbeiten in der Bundeswehr.

Die Tage waren klar strukturiert: Morgens um 6.20 Uhr antreten und dann gings los. Vormittags Vorträge und Gespräche mit Offizieren aus den verschiedensten Fachbereichen: Was ist die Streitkräftebasis, ABC Abwehr, zivil-militärische Zusammenarbeit, Personalführung in der Bundeswehr und Vieles mehr. Leider war unter den Vortragenden keine einzige Frau. Nachmittags gab es immer etwas Praktisches oder eine Vorführung.

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2. Februar 2015 – Fachtagung Marine/Planbarkeit – Gesprächsrunde

Marine komplett

Hier mit Fregattenkapitän Marco Thiel und Wolfgang Hellmich MdB

Herausforderungen und Arbeitsbedingungen in der Marine – Ausgewählte Fragen u. Antworten

Welche Informationen benötigt Ihre Fraktion, bevor sie einem Einsatz der Marine zustimmt?“
Ganz grundsätzlich ist der Einsatz der Bundeswehr ist immer das äußerste Mittel, unabhängig davon, welche Teilstreitkraft betroffen ist! Es muss geklärt werden, ob alle zivilen, politischen und diplomatischen Mittel ausgeschöpft worden sind. Jenseits dessen gibt es noch eine Reihe von Kriterien, die erfüllt sein müssen:
Es muss ein Mandat der VN vorliegen, die Mission muss verfassungsgemäß sein, also integriert in ein System kollektiver Sicherheit, sie muss realistische Aussicht auf Erfolg haben und Risiko und Aussicht auf Erfolg müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Außerdem muss die Mission in ein politisches Gesamtkonzept eingebettet sein, es muss klar sein, ob die Marine realistisch gesehen in der Lage ist, den Auftrag zu erfüllen? Welche Einheiten und Fähigkeiten der Marine werden für den Einsatz benötigt? Steht ausreichend Personal und die entsprechende, erforderliche Ausrüstung zum angestrebten Zeitpunkt zur Verfügung? …

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