‚Wer die Gesellschaft zusammenhalten will, muss Frauen besserstellen!
Bundestagswahl: Wer steht für was?’

Podiumsdiskussion mit und bei den Ver.di-Frauen am 27. Juli 2021

Einmal quer durch die frauenpolitischen Anliegen der ver.di-Frauen. Die geladenen Politikerinnen haben die Ziele und Positionen ihrer Parteien vorgestellt. Der CSU war es offenbar nicht ausreichend wichtig, eine Vertreterin zu schicken.

Für die Grünen habe ich insbesondere klargestellt, dass wir eine generelle Aufwertung sozialer Berufe anstreben. Schon weit vor Corona hatten wir einen Fokus auf Pflegeberufe. Wir fordern eine 35-Stunden-Woche in der Pflege, eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.  

Ein persönliches Anliegen ist mir die Entgeltgleichheit. Wir Grüne wollen Tarifpartner und Unternehmen verpflichten, alle Lohnstrukturen auf Diskriminierung zu überprüfen, regelmäßig Maßnahmen zu veröffentlichen, wie der Gender Pay Gap geschlossen werden kann und den Beschäftigten anonymisierte Spannen der Gehalts- und Honorarstruktur zugänglich machen.

Den gesetzlichen Mindestlohn werden wir sofort auf 12 Euro anheben. Für weitere Erhöhungen soll die Mindestlohnkommission den Auftrag bekommen, dass der Mindestlohn wirksam vor Armut schützen und mindestens der Entwicklung der Tariflöhne entsprechen muss.

Wir setzen uns für den Ausbau von Teilzeitausbildung ein, um vor allem Alleinerziehenden, jungen Eltern oder pflegenden Angehörigen den Weg in eine Berufsausbildung zu ebnen.

Es war eine sehr interessante Runde. Vielen Dank an die ver.di-Frauen für die Einladung.